Max Beckmann ( * 12.02.1884 † 27.12.1950 )

Max Beckmann

Neue Sachlichkeit (1884 - 1950)

Seine Jugendjahre verbrachte der am 12. Februar 1884 in Leipzig geborene Beckmann in Braunschweig und Pommern. Zwischen 1900 und 1903 studierte er an der Kunstschule in Weimar und zog im Jahre 1904 nach Berlin. Bevor er sich 1905 der Berliner Sezession anschloß unternahm er Reisen nach Paris und Florenz. Er malte zunächst in impressionistischer Manier und erhielt 1906 für eines seiner Bilder den Villa-Romana-Preis; in diesem Jahr heiratete Beckmann seine erste Frau. Schließlich kam es zu einer Begegnung mit Munch, die seine Malweise veränderte. Einen weiteren Einschnitt in Beckmanns Leben stellte der Erste Weltkrieg dar, in dem er freiwillig Sanitätsdienst leistete, jedoch nach einem Nervenzusammenbruch aufgrund der Schrecklichkeit des Erlebten 1915 bereits entlassen wurde. Beckmann übersiedelte nach Frankfurt am Main und drückte die schlimmen Kriegsjahre in seinen Bildern aus, die durch harte Konturen, unvermittelte Übergänge und splittrige Formen gekennzeichnet sind, wie z.B. "die Nacht" von 1918/19. Etwa ab 1923 lockerten sich die kantigen Formen auf und Beckmann begann leuchtendere Farben zu benutzen. Jetzt wurden Theater, Zirkus, Tanzbar, Varieté, Kabarett und Jahrmarkt zu seinen bevorzugten Motiven. Im Jahre 1925 erhielt er eine Professur an der Städel-Kunstschule in Frankfurt. 1933 ging er nach Berlin und es entstand die erste von neun gewaltigen Kompositionen; dieses Triptychon nannte er "Abfahrt" und sah darin die Emigration und den Schrecken des Nationalsozialismus voraus. Nachdem die Ausstellung "Entartete Kunst" eröffnet wurde, übersiedelte Beckmann nach Amsterdam, wo er den Krieg überstand. 1947 emigrierte er in die USA und unterrichtete dort ab 1949 an der Brooklyn Museum Art School in New York, wo Beckmann am 27. Dezember 1950 verstarb.

Er prägte zusammen mit Grosz mit seinen gefühlsstarken Bildern das Phänomen der Neuen Sachlichkeit.

(c) Hardy Schulz, Hamburg

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